Gesundheit
Dienstag, 17 November 2015 11:20

Fachambulanzen zur Substitution

Heroinabhängig zu sein – das bedeutet auch: Ständiger Druck, für „Nachschub“ sorgen zu müssen, um die Entzugserscheinungen zu lindern.
Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, kann es helfen, einen medikamentösen Ersatz für das eigentliche Suchtmittel zur Verfügung zu stellen.
Die Drogenhilfe Nordhessen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheits- und dem Sozialamt der Stadt Kassel sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen schufen die Substitutionsfachambulanz „SAM“ und 1997 die zweite, „SAM 2“.
Das Angebot richtet sich an volljährige Menschen aus Kassel, die viele Jahre heroinabhängig sind, zum Teil bereits mehrere stationäre Therapieversuche hinter sich haben.
Weil aber Medikamente allein keine Heilmittel gegen die Sucht und ihre Folgen sind, geht es bei SAM und SAM 2 um mehr als um Substitution: Wesentliches Element ist eine umfassende psychosoziale Betreuung.
Ein Team aus ÄrztInnen und SozialabeiterInnen leistet Krisenintervention, hilft dabei, Alltagsstrukturen zu entwickeln, die unmittelbare Existenz zu sichern – und unterstützt Schritte zur Überwindung der Abhängigkeit.

Ansprechpartner/in:
Andrea Spitzinger
E-Mail: sam(at)drogenhilfe.com /sam2(at)drogenhilfe.com

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